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Webflow vs. WordPress — und die dritte Option, über die kaum jemand spricht.

Von Mohamed Mhamad · Aktualisiert am 17. August 2026

Wer nach „Webdesign Kiel Webflow“ oder „WordPress Agentur“ sucht, steht meist vor derselben Frage: Auf welcher Technik soll die neue Website laufen? Die ehrliche Antwort ist unbequem, denn sie lautet „kommt drauf an“ — aber worauf es ankommt, lässt sich sehr konkret sagen. Hier ist der Vergleich ohne Fanbrille: WordPress, Webflow und die dritte Option, mit der wir bei WebMo arbeiten — ein modernes Framework wie Next.js.

WordPress: Der Platzhirsch mit Wartungsvertrag

WordPress betreibt gut 40% aller Websites weltweit — mit riesigem Ökosystem: Zehntausende Themes, rund 60.000 Plugins, unzählige Entwickler, die das System kennen. Es gibt kaum eine Funktion, für die es kein Plugin gibt, und Inhalte pflegst du bequem im Redaktionssystem. Für Blogs, Magazine und Websites mit vielen Redakteuren ist das ein echtes Argument.

Die Kehrseite: Genau diese Verbreitung macht WordPress zum beliebtesten Angriffsziel im Web. Der Löwenanteil der bekannten Sicherheitslücken steckt in Plugins — und die musst du permanent aktuell halten. Core-Updates, Theme-Updates, Plugin-Updates, PHP-Versionen: Ein unbetreutes WordPress ist nach einem Jahr ein Risiko. Realistisch brauchst du entweder eigene Routine oder einen Wartungsvertrag (üblich: 20–100€/Monat). Dazu kommt: Jedes Plugin kostet Ladezeit. Viele langsame Firmenwebsites sind schlicht WordPress-Installationen mit 30 aktiven Plugins.

Webflow: Design-Freiheit im Abo

Webflow ist ein visueller Website-Builder für Profis: Designer bauen pixelgenaue, animierte Layouts, ohne klassisch zu programmieren — deutlich mächtiger als Wix und Co. Hosting ist inklusive und läuft auf schneller Infrastruktur, um Sicherheits-Updates kümmert sich der Anbieter. Für design-getriebene Marketing-Websites ist das ein stimmiges Paket, und auch einige Webdesigner in Kiel setzen darauf.

Dafür bindest du dich an ein Abo: Site-Pläne starten bei rund 14$ im Monat, für Businessseiten mit CMS sind eher 23–39$ realistisch — dauerhaft, solange die Seite online ist. Der größere Haken ist der Vendor-Lock-in: Du kannst zwar HTML und CSS exportieren, aber CMS-Inhalte-Logik und Interaktionen bleiben bei Webflow. Ein späterer Umzug ist faktisch ein Neubau. Und bei sehr speziellen Funktionen (Konfiguratoren, Schnittstellen, komplexe Rechner) stößt der visuelle Builder an Grenzen.

Die dritte Option: Modernes Framework (Next.js) — so bauen wir

Zwischen „System mit Wartungsbedarf“ und „Builder im Abo“ gibt es einen dritten Weg, den große Tech-Firmen längst gehen: Websites mit einem modernen Framework wie Next.js entwickeln und statisch generieren. Das Ergebnis sind Seiten, die als fertige, hochoptimierte Dateien ausgeliefert werden — ohne Datenbank, ohne Plugins, ohne Admin-Login, den jemand hacken könnte.

Die Vorteile in der Praxis: Ladezeiten unter einer Sekunde (was Google messbar belohnt), praktisch keine Angriffsfläche, keine monatlichen Update-Rituale — und der Code gehört komplett dir, ohne Abo und ohne Lock-in. Das Hosting solcher Seiten kostet oft 0–10€ im Monat. Der ehrliche Nachteil: Inhaltliche Änderungen macht nicht jeder selbst „mal eben“ im Backend, sondern der Entwickler — oder man ergänzt ein Headless CMS, wenn regelmäßige Pflege durch dich gewünscht ist. Genau deshalb gehört bei uns der persönliche Support nach dem Go-Live zum Paket. Mit diesem Stack arbeiten wir als Webdesigner in Kiel bei jedem Projekt — auch diese Website hier läuft so.

Warum die Technik-Wahl über dein Google-Ranking mitentscheidet

Die System-Frage ist keine reine Geschmacksfrage, denn Google bewertet, was die Technik abliefert: Die Core Web Vitals — messbare Werte für Ladezeit, Reaktionsgeschwindigkeit und visuelle Stabilität — fließen ins Ranking ein. Ein überladenes WordPress-Theme mit 3 Sekunden Ladezeit startet mit Handicap, egal wie gut die Texte sind. Gerade bei lokalen Suchen, wo mehrere Anbieter um dieselben Kunden konkurrieren, kann genau dieser technische Vorsprung den Unterschied zwischen Seite 1 und Seite 2 machen. Dazu kommt die Ausfallsicherheit: Eine gehackte oder abgestürzte Website rankt gar nicht — auch hier sind statische Seiten strukturell im Vorteil, weil es schlicht weniger gibt, das kaputtgehen kann.

Der direkte Vergleich

MerkmalWordPressWebflowNext.js & Co.
Anschaffunggering (Software gratis)geringProjektpreis beim Entwickler
Laufende KostenHosting + Wartung + PluginsAbo ca. 14–39$/Monatnur Hosting, oft 0–10€/Monat
Wartungsaufwandhoch (Core-, Theme-, Plugin-Updates)keiner (gehostet)praktisch keiner
Performancestark theme-/plugin-abhängiggutsehr gut (statisch generiert)
Sicherheithäufigstes AngriffszielAnbietersachekaum Angriffsfläche
Selbst Inhalte pflegenja, Redaktionssystemja, CMS-Editorje nach Setup (Headless CMS möglich)
Vendor-Lock-ingering (Open Source)hoch (Export ohne CMS/Interaktionen)gering (Code gehört dir)

Wann ist was sinnvoll?

  • WordPress, wenn du einen inhaltsstarken Blog oder ein Magazin betreibst, mehrere Redakteure täglich Inhalte pflegen und du bereit bist, Wartung ernst zu nehmen (oder zu bezahlen).
  • Webflow, wenn dein Team design-affin ist, die Marketing-Seite häufig selbst umbauen will und ein dauerhaftes Abo plus Anbieterbindung für dich okay sind.
  • Next.js & Co., wenn deine Website vor allem eines soll: blitzschnell laden, bei Google gut ranken, sicher und wartungsarm laufen — der typische Fall für Praxen, Handwerk, Dienstleister und lokale Unternehmen, deren Inhalte sich ein paarmal im Jahr ändern, nicht täglich.

Unterm Strich: Die Technik ist Mittel zum Zweck. Entscheidend ist, dass sie zu deinem Pflege-Rhythmus, deinem Budget und deinen Funktionen passt. Wenn du deine Website erstellen lassen möchtest, beraten wir dich offen, welcher Weg für deinen Fall der richtige ist — auch dann, wenn es ausnahmsweise nicht unser eigener Stack ist.

Checkliste: Diese Fragen stellst du jeder Agentur

Egal, für welches System sich dein Dienstleister ausspricht — mit vier Fragen erkennst du, ob die Empfehlung zu dir passt oder nur zur Routine der Agentur: Wie schnell lädt eine eurer Referenzseiten im Google PageSpeed-Test? (Selbst nachprüfen — das Tool ist kostenlos.) Welche laufenden Kosten entstehen mir ab dem zweiten Jahr, aufgeschlüsselt nach Hosting, Lizenzen und Wartung? Was davon gehört mir, wenn wir uns trennen? Und: Wie oft muss die Seite aktualisiert werden, damit sie sicher bleibt — und wer macht das? Wer auf diese Fragen klare Antworten hat, arbeitet transparent. Wer ausweicht, verkauft dir vermutlich das System, das für ihn am bequemsten ist — nicht das beste für dich.

Häufige Fragen

Ist Webflow besser als WordPress?

Für design-getriebene Firmenwebsites ohne Plugin-Bedarf ist Webflow oft die rundere Lösung: Hosting inklusive, keine Sicherheits-Updates, sauberer visueller Editor. WordPress punktet bei komplexen Anforderungen, riesiger Plugin-Auswahl und voller Eigentümerschaft — bezahlt das aber mit laufendem Wartungsaufwand.

Was kostet Webflow im Vergleich zu WordPress?

Webflow-Site-Pläne starten bei rund 14$ und liegen für Businessseiten eher bei 23–39$ pro Monat, dafür ist Hosting enthalten. WordPress selbst ist kostenlos, aber Hosting (5–20€/Monat), Premium-Plugins und vor allem Wartung (oft 20–100€/Monat) summieren sich auf ähnliche oder höhere Beträge.

Warum baut WebMo mit Next.js statt mit WordPress oder Webflow?

Weil statisch generierte Next.js-Seiten schneller laden (unter 1 Sekunde), keine Plugin-Sicherheitslücken haben und praktisch wartungsfrei laufen. Für unsere Kunden heißt das: besseres Google-Ranking und keine monatlichen Update-Kosten. Der Nachteil — Änderungen macht der Entwickler — fangen wir mit persönlichem Support ab.

Kann ich später von WordPress oder Webflow zu einem anderen System wechseln?

Ja, aber mit Aufwand: Inhalte lassen sich exportieren, Design und Funktionen müssen im neuen System neu aufgebaut werden. Bei Webflow kommt der Vendor-Lock-in dazu — der Export enthält keinen CMS-Teil und keine Interaktionen. Plane einen Systemwechsel deshalb wie einen kleinen Relaunch.

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